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Direktvermarktung für private Photovoltaik: Lohnt sich das?
Von Florent Erbar, Director Energy & Operations bei Cloover Energy · Stand 14. Oktober 2026 · Lesezeit 9 Minuten
Direktvermarktung heißt: Dein Solarstrom geht nicht zum festen EEG-Satz an den Netzbetreiber, sondern wird an der Strombörse verkauft, und du bekommst, was er dort gerade wert ist. Für Solarparks ist das seit 2012 Pflicht, für Hausdächer wird es mit dem EEG 2027 zur Regel. Ob es sich heute schon lohnt, hängt an einer Frage: Hast du einen Speicher?
Was ist Direktvermarktung, und wie unterscheidet sie sich von der EEG-Einspeisevergütung?
Bei der EEG-Einspeisevergütung nimmt dein Netzbetreiber jede eingespeiste Kilowattstunde ab und zahlt dafür einen festen Satz, 20 Jahre lang. Für Anlagen bis 10 kWp mit Überschusseinspeisung, die zwischen August und Dezember 2026 in Betrieb gehen, sind das 7,70 ct/kWh.¹ Wann du einspeist, spielt keine Rolle.
Bei der Direktvermarktung übernimmt ein Direktvermarkter deinen Strom, ordnet ihn seinem Bilanzkreis zu und verkauft ihn an der Strombörse (EPEX Spot, Day-Ahead-Auktion). Du bekommst den Preis der Viertelstunde, in der du eingespeist hast. Der ist mittags im Sommer oft fast null, abends ein Vielfaches. Damit wird plötzlich wichtig, wann dein Strom ins Netz geht.
Nebenbei: Auch dein Strom in der EEG-Einspeisevergütung landet an der Börse. Die vier Übertragungsnetzbetreiber verkaufen den gesamten Strom aus der festen Vergütung am Spotmarkt (§ 59 EEG, Ausgleichsmechanismus) und sind damit, gemessen an der Menge, die größten Vermarkter von Solarstrom in Deutschland. Der Unterschied zur Direktvermarktung: Dort kassiert der Netzbetreiber den Börsenpreis und zahlt dir den Festsatz, hier bekommst du den Börsenpreis selbst.
Das Gesetz (§ 21b EEG) erlaubt den Wechsel zwischen beiden Formen jeweils zum Monatsersten, der Netzbetreiber muss vor Beginn des Vormonats informiert sein (§ 21c EEG).² Ein Wechsel ist also keine Einbahnstraße.
Marktprämie oder sonstige Direktvermarktung: die zwei Modelle
Es gibt zwei Varianten der Direktvermarktung, und der Unterschied ist für Hausdächer entscheidend:
Marktprämienmodell (§ 20 EEG) | Sonstige Direktvermarktung (§ 21a EEG) | |
|---|---|---|
EEG-Förderung | bleibt: Netzbetreiber zahlt die Marktprämie (Fördersatz plus 0,4 ct minus Marktwert Solar) | entfällt vollständig |
Erlös je kWh | Börsenpreis + Marktprämie ≈ Fördersatz, plus Vorteil bei Abendeinspeisung | nur Börsenpreis (+ ggf. Herkunftsnachweis) |
Bilanzkreis | eigener Bilanzkreis nur mit Marktprämien-Strom nötig (§ 20 Abs. 1 Nr. 3) | Liefer-Bilanzkreis reicht |
Grünstrom-Eigenschaft | Graustrom (Doppelvermarktungsverbot § 80 EEG) | Grünstrom, Herkunftsnachweise möglich |
Typisch für | Anlagen mit laufendem EEG-Anspruch, heute vor allem Großanlagen | ausgeförderte Anlagen, ab 2027 Neuanlagen unter 25 kW (Entwurf) |
Wer noch 20 Jahre Förderung hat, gibt in der sonstigen Direktvermarktung rund 4 ct/kWh auf. Das rechnet sich nur mit Speicher und Steuerung, oder wenn die Förderung ohnehin ausgelaufen ist.
Was ist Solarstrom an der Börse wert?
Der Marktwert Solar ist der mengengewichtete Durchschnittspreis, den Solarstrom an der Börse erzielt. 2024 lag er bei 4,624 ct/kWh, 2025 bei 4,508 ct/kWh.³ Eine Dachanlage ohne Steuerung liegt darunter, weil sie mittagslastig einspeist, wenn alle anderen auch einspeisen; Anbieter nennen 1 bis 2 ct Profilabschlag.⁴
Die Tagesstruktur ist das eigentliche Argument. Day-Ahead-Preise DE-LU, Mittel April bis September:⁵
Zeitraum | 11–15 Uhr | 18–21 Uhr | Differenz |
|---|---|---|---|
2025 | 1,7 ct/kWh | 12,7 ct/kWh | 11,0 ct |
2026 | 2,9 ct/kWh | 17,2 ct/kWh | 14,3 ct |
Dazu kommen negative Preise: 2025 war der Börsenpreis in 575 Stunden negativ, fast alle davon mittags zwischen April und September.⁵ In diesen Viertelstunden ist Einspeisen nicht nur wertlos, sondern kostet Geld, wenn niemand abregelt.
Was deine Anlage an der Börse erwarten kann
Cloover Einspeisevergütung zeigt dir nach zwei Angaben (Leistung, Speicher) den erwarteten Durchschnittserlös in ct/kWh, ohne Anmeldung.
Lohnt sich Direktvermarktung für eine 10-kWp-Anlage?
Kurz: ohne Speicher heute nicht, mit Speicher ja, und für ausgeförderte oder neue Anlagen ohnehin. Die Rechnung für 10 kWp Süd, rund 9.500 kWh Erzeugung, sonstige Direktvermarktung, Börsenpreise Sommer 2026, Gebühr 4,99 €/Monat + 1 ct/kWh:⁶
Fall | Einspeisung | Erwarteter Erlös je kWh | Im Vergleich zu |
|---|---|---|---|
Ohne Speicher, ohne Steuerung | ~6.650 kWh | ~3,5 ct (+1,5 ct Bonus ab 2027, Entwurf) | 7,70 ct fest: deutlich weniger |
10 kWh Speicher, Einspeisung in den Abend verschoben | ~4.275 kWh | ~10,5 ct (+1,5 ct Bonus) | 7,70 ct fest: mehr je kWh, nach Gebühren etwa gleichauf |
Anlage älter als 20 Jahre, mit Speicher | je nach Anlage | ~10,5 ct (+1,5 ct Bonus) | ~4,3 ct Marktwert minus Kosten heute: deutlich mehr |
Neuanlage 2027 mit Speicher (Entwurf) | je nach Anlage | ~10,5 ct + 1,5 ct Bonus | 5,2 ct Übergangszahlung: deutlich mehr |
Annahmen: 950 kWh je kWp, Eigenverbrauch 30 % ohne und 55 % mit Speicher, Profilabschlag 1 ct, Speicher verschiebt 90 % seiner Kapazität an 200 Tagen im Jahr vom Mittag (2,9 ct) in den Abend (17,2 ct). Das sind Erwartungswerte, keine Garantien; abgerechnet wird der tatsächliche Preis jeder Viertelstunde.
Der Hebel ist also nicht die Direktvermarktung an sich, sondern die Steuerung: Ein Energiemanager, der den Speicher mittags lädt, abends einspeist und bei negativen Preisen abregelt. In Kombination mit einem dynamischen Stromtarif kommt noch der Handel mit Netzstrom dazu.
Voraussetzungen: Smart Meter, Fristen, Fernsteuerbarkeit
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Intelligentes Messsystem: Die gesamte Ist-Einspeisung muss viertelstündlich gemessen und bilanziert werden (§ 21b Abs. 3 EEG). Eine moderne Messeinrichtung ohne Gateway reicht nicht. Für Erzeugungsanlagen über 7 kW ist der Einbau ohnehin Pflicht (§ 30 MsbG).²
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Frist: Wechsel nur zum Monatsersten, Meldung an den Netzbetreiber vor Beginn des Vormonats (§ 21c EEG). Wer bis Ende Oktober abschließt, kann am 1. Dezember starten.
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Fernsteuerbarkeit: Bis 25 kW nicht vorgeschrieben; ab „mehr als 25 Kilowatt“ muss der Direktvermarkter die Einspeisung abrufen und regeln können (§ 10b EEG).² Der EEG-2027-Entwurf will diese Ausnahme streichen.
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Direktvermarkter: Er meldet die Anlage beim Netzbetreiber an, bilanziert, rechnet ab. Der Anlagenbetreiber erteilt dafür eine Vollmacht.
Aus der Praxis: Wie lange dauert der Wechsel wirklich?
Auf dem Papier ist der Wechsel einfach: Meldung an den Netzbetreiber vor Beginn des Vormonats, Start zum Monatsersten. In der Praxis hängt der Start am Netzbetreiber. Nach unserer Erfahrung mit den ersten Direktvermarktungs-Kunden von Cloover Energy dauert der Wechsel deshalb häufig zwei bis drei Monate statt einem.¹¹
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Bei etwa 10 bis 20 % der Netzbetreiber läuft die Anmeldung über die Marktkommunikation weitgehend ohne Rückfragen durch.
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Bei den übrigen findet manuelles Clearing statt: Rückfragen zur Marktlokation, eigene Formulare des Netzbetreibers, fehlende Zuordnung des Zählers, oder die Einspeise-Marktlokation ist noch nicht auf Viertelstundenbilanzierung umgestellt.
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Netzbetreiber sind Menschen: In rund 60 % unserer Problemfälle hat ein Anruf beim Verteilnetzbetreiber die Sache schneller gelöst als jede weitere Nachricht über die Marktkommunikation.
Was du selbst tun kannst, damit es schneller geht: die Marktlokations-ID der Einspeisung bereithalten (steht auf der Einspeiseabrechnung), die Zählernummer des Einspeise- oder Zweirichtungszählers angeben, das Smart Meter vorab klären, und wenn dein Netzbetreiber ein eigenes Formular für den Wechsel der Veräußerungsform verlangt, es sofort unterschreiben. Ein seriöser Direktvermarkter sagt dir ehrlich, dass der Starttermin eine Zusage des Netzbetreibers braucht.
Was kostet Direktvermarktung, und welche Anbieter gibt es?
Für Großanlagen liegen die Entgelte bei wenigen Zehntel-Cent je kWh. Für Hausdächer sind die Fixkosten (Anmeldung, Bilanzierung, Abrechnung) je Anlage relativ hoch; Agora Energiewende und Fraunhofer ISE beziffern die heutigen Dienstleistungskosten auf rund 140 € im Jahr plus Einrichtung.⁷ Stand Oktober 2026 gibt es diese Angebote für private Anlagen:⁸
Anbieter | Status | Preis | Modell |
|---|---|---|---|
Cloover Einspeisevergütung | online abschließbar, Start ab 01.12.2026 | 4,99 €/Monat + 1 ct/kWh (brutto) | sonstige DV, Börsenpreis 1:1, optional Steuerung (Pulse 5,99 €/Monat), keine Hardware-Bindung |
SpotmyEnergy „SmartFlux“ | Warteliste, Start 2027 | 5,99 €/Monat + 1 ct/kWh (netto) | sonstige DV, Börsenpreis, Aktivierung erst nach Übergangszahlung |
Luox (Lumenaza) | aktiv seit 2024 | 3 % des Erlöses + Fixentgelt nach Größe + 200 € Einrichtung | Marktprämie oder sonstige DV, ab 0 kWp |
enviaM „MEIN SOLAR Plus“ | Interessentenliste | 1,99 €/Monat; mind. 0,4 ct über EEG + 50 % der Mehrerlöse | Marktprämie, 7–25 kWp, 12 Monate |
Octopus „SolarUp“ | aktiv | Pauschale 40 € je kWp und Jahr | keine Börsenpreise an den Kunden; Speicher und Umbau Pflicht |
E.ON „Home Comfort“ | ab 2027 | Bonus 15 € je kWp und Jahr plus Geräte-Boni | nur mit E.ON-Hardware |
Enpal, 1KOMMA5°, sonnen | aktiv | Pauschale bzw. Abo im eigenen System | nur mit eigener Hardware |
Cloover Einspeisevergütung
Börsenpreis je Viertelstunde 1:1 plus Bonus, 4,99 € im Monat plus 1 ct/kWh, monatlich kündbar, keine Hardware-Bindung, Start zum 1. Dezember 2026. Mit Speicher und Cloover Pulse in die Abendstunden.
Was ändert das EEG 2027?
Der Regierungsentwurf vom 29. Juli 2026 (BT-Drs. 21/7867) macht die Direktvermarktung für kleine Anlagen zur Regel:⁹
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Neue Anlagen unter 25 kW bekommen statt 20 Jahren fester Vergütung eine Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh für 36 Monate.
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Danach bleibt die sonstige Direktvermarktung mit einem Bonus von 1,5 ct/kWh für 48 Monate (§ 50c), oder die unentgeltliche Abnahme. Die Marktprämie ist für Anlagen unter 25 kW gestrichen.
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Dach-PV unter 100 kW muss die Einspeisung am Netzanschluss dauerhaft auf 50 % der installierten Leistung begrenzen.
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Bestehende Anlagen bleiben im heutigen System.
Der Bundesrat hat am 25. September 2026 Änderungen gefordert, unter anderem eine Verlängerung der Übergangszahlung. Stand 14. Oktober 2026 ist das Gesetz nicht beschlossen. Details und Zeitplan: EEG 2027: Was sich für kleine Solaranlagen ändert.
Steuern und Rückwechsel
Einkommensteuer: Die Steuerbefreiung für Anlagen bis 30 kWp (§ 3 Nr. 72 EStG) gilt für Einnahmen aus dem Betrieb der Anlage unabhängig davon, wer den Strom vermarktet.¹⁰ Umsatzsteuer: Die meisten privaten Betreiber sind Kleinunternehmer; dann wird die Gutschrift des Direktvermarkters ohne Umsatzsteuer ausgestellt. Bei Regelbesteuerung mit 19 %. Das ist keine Steuerberatung.
Rückwechsel: Solange die Anlage innerhalb der 20 Jahre Förderdauer ist, kann sie zum Monatsersten zurück in die EEG-Einspeisevergütung. Die Förderdauer läuft während der Direktvermarktung weiter und verlängert sich nicht.
Häufige Fragen
Nein, aber ohne Speicher bleibt dein Strom beim Mittagspreis. Der wirtschaftliche Hebel ist die Verschiebung in den Abend, und die braucht einen Speicher mit Steuerung.
In der sonstigen Direktvermarktung wird die Einspeisung mit dem negativen Preis bewertet. Ein Energiemanager regelt die Einspeisung in diesen Viertelstunden ab oder lädt den Speicher.
Gesetzlich zum Monatsersten nach der Meldefrist, in der Praxis nach unserer Erfahrung häufig zwei bis drei Monate, weil viele Netzbetreiber die Anmeldung manuell prüfen. Siehe Aus der Praxis.
Ja, jederzeit zum Monatsersten mit der gesetzlichen Frist (§ 21b Abs. 4 EEG). Die Veräußerungsform bleibt dabei gleich.
Nein. Du bekommst den tatsächlichen Börsenpreis jeder Viertelstunde. Alle Zahlen in diesem Ratgeber sind Erwartungswerte aus den Preisen 2025/2026.
Technisch ja, wirtschaftlich nicht: Die Fixkosten je Anlage übersteigen den Erlös. Cloover Einspeisevergütung ist für Anlagen ab 1 kWp bis 25 kWp ausgelegt.
Ab mehr als 25 kW verlangt § 10b EEG Fernsteuerbarkeit durch den Direktvermarkter. Solche Anlagen betreut Cloover auf Anfrage.
Quellen
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Bundesnetzagentur, Fördersätze für Solaranlagen August bis Dezember 2026.
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EEG 2023, §§ 10b, 20, 21a, 21b, 21c, 51, 53, 80 (Stand 23.12.2025); MsbG § 30.
-
netztransparenz.de, Jahresmarktwert Solar 2024 und 2025.
-
SpotmyEnergy, Stellungnahme zur BNetzA-Konsultation MiSpeL (Profilkosten 1–2 ct/kWh).
-
Day-Ahead-Auktion DE-LU, Daten SMARD / energy-charts.info, eigene Auswertung, Stand 11.10.2026.
-
Eigene Berechnung Cloover Energy, Annahmen im Text.
-
Agora Energiewende / Fraunhofer ISE, „Vom Hausdach in den Strommarkt“, Juli 2026.
-
Anbieterwebsites und Pressemitteilungen, pv magazine, Solarserver, ZfK, Stand 10.10.2026.
-
Regierungsentwurf EEG 2027, BT-Drs. 21/7867; Bundesrat BR-Drs. 470/26, BT-Drs. 21/8298.
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§ 3 Nr. 72 EStG; BMF-Schreiben vom 17.07.2023.
-
Erfahrungswerte Cloover Energy aus den ersten Direktvermarktungs-Anmeldungen 2026; Anteile gerundet, kleine Fallzahl.
Zuletzt aktualisiert am 14. Oktober 2026. Fragen an energy@cloover.com.
Cloover Einspeisevergütung
Status
online abschließbar, Start ab 01.12.2026
Preis
4,99 €/Monat + 1 ct/kWh (brutto)
sonstige DV, Börsenpreis 1:1, optional Steuerung (Pulse 5,99 €/Monat), keine Hardware-Bindung
Modell
SpotmyEnergy „SmartFlux“
Status
Warteliste, Start 2027
Preis
5,99 €/Monat + 1 ct/kWh (netto)
sonstige DV, Börsenpreis, Aktivierung erst nach Übergangszahlung
Modell
Luox (Lumenaza)
Status
aktiv seit 2024
Preis
3 % des Erlöses + Fixentgelt nach Größe + 200 € Einrichtung
Marktprämie oder sonstige DV, ab 0 kWp
Modell
enviaM „MEIN SOLAR Plus“
Status
Interessentenliste
Preis
1,99 €/Monat; mind. 0,4 ct über EEG + 50 % der Mehrerlöse
Marktprämie, 7–25 kWp, 12 Monate
Modell
Octopus „SolarUp“
Status
aktiv
Preis
Pauschale 40 € je kWp und Jahr
keine Börsenpreise an den Kunden; Speicher und Umbau Pflicht
Modell
E.ON „Home Comfort“
Status
ab 2027
Preis
Bonus 15 € je kWp und Jahr plus Geräte-Boni
nur mit E.ON-Hardware
Modell
Enpal, 1KOMMA5°, sonnen
Status
aktiv
Preis
Pauschale bzw. Abo im eigenen System
nur mit eigener Hardware
Modell
Ohne Speicher, ohne Steuerung
Einspeisung
~6.650 kWh
Erwarteter Erlös je kWh
~3,5 ct (+1,5 ct Bonus ab 2027, Entwurf)
7,70 ct fest: deutlich weniger
Im Vergleich zu
10 kWh Speicher, Einspeisung in den Abend verschoben
Einspeisung
~4.275 kWh
Erwarteter Erlös je kWh
~10,5 ct (+1,5 ct Bonus)
7,70 ct fest: mehr je kWh, nach Gebühren etwa gleichauf
Im Vergleich zu
Anlage älter als 20 Jahre, mit Speicher
Einspeisung
je nach Anlage
Erwarteter Erlös je kWh
~10,5 ct (+1,5 ct Bonus)
~4,3 ct Marktwert minus Kosten heute: deutlich mehr
Im Vergleich zu
Neuanlage 2027 mit Speicher (Entwurf)
Einspeisung
je nach Anlage
Erwarteter Erlös je kWh
~10,5 ct + 1,5 ct Bonus
5,2 ct Übergangszahlung: deutlich mehr
Im Vergleich zu
Nach unserer Marktprüfung vom 14. Oktober 2026 ist Cloover Einspeisevergütung der erste Direktvermarktungstarif für Privathaushalte, den man direkt online abschließen kann: SpotmyEnergy nimmt Einträge auf eine Warteliste für 2027 entgegen, Luox nennt seine Konditionen über einen Erlösrechner und auf Anfrage, die übrigen Angebote setzen eigene Hardware voraus.⁸ Zwei Fragen helfen beim Vergleich: Bekomme ich den Börsenpreis 1:1 oder eine Pauschale? Und: Bin ich an Hardware oder einen Stromtarif gebunden?
EEG-Förderung
Marktprämienmodell (§ 20 EEG)
bleibt: Netzbetreiber zahlt die Marktprämie (Fördersatz plus 0,4 ct minus Marktwert Solar)
Sonstige Direktvermarktung (§ 21a EEG)
entfällt vollständig
Erlös je kWh
Marktprämienmodell (§ 20 EEG)
Börsenpreis + Marktprämie ≈ Fördersatz, plus Vorteil bei Abendeinspeisung
Sonstige Direktvermarktung (§ 21a EEG)
nur Börsenpreis (+ ggf. Herkunftsnachweis)
Bilanzkreis
Marktprämienmodell (§ 20 EEG)
eigener Bilanzkreis nur mit Marktprämien-Strom nötig (§ 20 Abs. 1 Nr. 3)
Sonstige Direktvermarktung (§ 21a EEG)
Liefer-Bilanzkreis reicht
Grünstrom-Eigenschaft
Marktprämienmodell (§ 20 EEG)
Graustrom (Doppelvermarktungsverbot § 80 EEG)
Sonstige Direktvermarktung (§ 21a EEG)
Grünstrom, Herkunftsnachweise möglich
Typisch für
Marktprämienmodell (§ 20 EEG)
Anlagen mit laufendem EEG-Anspruch, heute vor allem Großanlagen
Sonstige Direktvermarktung (§ 21a EEG)
ausgeförderte Anlagen, ab 2027 Neuanlagen unter 25 kW (Entwurf)